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Warnblinker nachr¨¹sten: Oldtimer sicherer machen


Die Beleuchtung im und am Klassiker l?sst hinsichtlich der Sicherheit zu w¨¹nschen ¨¹brig, vor allem im Vergleich zu modernen PKWs. Um f¨¹r angemessene Sicherheit im heutigen Stra?enverkehr zu sorgen, ist es notwendig, diverse Lichter nachzur¨¹sten, so auch den Warnblinker. Das ist keine optionale Zusatzleistung Ihrerseits, sondern gesetzlich so vorgeschrieben. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie die Warnblinkanalage am Klassiker nachger¨¹stet werden kann und was Sie dabei beachten m¨¹ssen.

Autor: Ollie Macmillan
Position: Verkauf
Aktualisiert am: 21.11.2023

Warnblinkanlage: Nachr¨¹sten am Oldtimer ist Pflicht

Normalerweise gilt f¨¹r einen Klassiker, dass der Zeitpunkt der Erstzulassung des Fahrzeugs entscheidend daf¨¹r ist, was nachger¨¹stet werden muss. Die im Jahr der Erstzulassung g¨¹ltigen Vorschriften gelten f¨¹r den Klassiker (im Originalzustand) auch heute, ein paar wenige Dinge m¨¹ssen aber auf jeden Fall eingebaut werden. In der Regel muss eine Warnblinkanlage vorhanden sein.

Ein klassisches Fahrzeug muss so nahe wie m?glich an seinem Originalzustand bleiben, nur so bekommt es das H-Kennzeichen, das bezeugt, dass es ?kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut¡° ist. Verwenden Sie also Bauteile, die den Klassiker optisch nicht ver?ndern, also zeitgen?ssisch sind.

Muss ich eine Warnblinkanlage nachr¨¹sten?

Ja, eine funktionierende Warnblinkanlage ist in Deutschland seit 1970 f¨¹r alle Fahrzeuge Pflicht. In ?lteren Fahrzeugen, die aus L?ndern importiert wurden, in denen diese Pflicht nicht bestand ¨C wie zum Beispiel den USA ¨C muss eine Warnblinkanlage nachger¨¹stet werden. Bei der Zulassung von Landmaschinen tritt das Problem h?ufig auf, denn ohne Warnblinkanlage bekommt man keine Pr¨¹f-Plakette.

Ausnahmen gibt es im Bereich der Klassiker auch. Der Einbaupflicht kann entgangen werden, wenn ein Nachr¨¹sten tats?chlich nicht durchf¨¹hrbar ist. Bei Oldtimern aus der Messing-Zeit, die zum Teil keine elektrische Anlage haben, ist dies der Fall. Die Fachleute der zust?ndigen Pr¨¹forganisation wissen diesbez¨¹glich Bescheid. Um der Pflicht zu entgehen, ben?tigen Sie eine Best?tigung bzw. ein Gutachten eines Sachverst?ndigen, sodass Ihnen die Zulassungsstelle eine Ausnahme gestattet.

Wichtig: Auch Klassiker aus dem englischen oder amerikanischen Raum m¨¹ssen nach deutscher Gesetzgebung gem?? dem Zeitpunkt der Erstzulassung ausgestattet werden und die Warnblinkanlage geh?rt dazu. Sobald Sie ein klassisches Fahrzeug aus den USA erwerben, ist Warnblinkanlage ein gewichtiges Thema.

US-Fahrzeuge haben zum Teil bis heute keinen Warnblinker. Erschwert wird die Nachr¨¹stung durch die Tatsache, dass in US-Fahrzeugen der Blinker das Bremslicht pulst. F¨¹r aktuellere US-Fahrzeuge gibt es spezielle L?sungen, bitte fragen Sie unsere Fachberater unter 02683-9799-0.

Wann muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden?

Um andere auf das eigene Auto oder Gefahren aufmerksam zu machen, schaltet man die Warnblinkanlage ein. Aber wann wird gesetzlich vorgeschrieben, dass man sie einschalten muss? Die folgenden Situationen verlangen nach einer intakten Warnblinkanlage:

  • Wenn Sie andere mit dem eigenen PKW in Gefahr bringen ¨C etwa durch potenzielles Auffahren am Ende eines Staus ¨C dann m¨¹ssen Sie andere warnen.
  • Wenn ein Auto abgeschleppt werden muss, dann sind sowohl Schlepper als auch Geschleppter w?hrend des gesamten Vorgangs dazu verpflichtet, den Warnblinker einzuschalten.
  • Wenn der eigene PKW eine Panne hat, steht und damit f¨¹r andere eine Gefahr darstellt, dann muss der Warnblinker aktiviert werden (und das Warndreieck aufgestellt werden).
  • Auch wenn der PKW durch einen Defekt nur langsam vorankommt, dann m¨¹ssen Sie andere durch den Warnblinker darauf aufmerksam machen.

Warnblinkanlage: Einbau und Anschluss

Warnblinkanlagen zum Nachr¨¹sten gibt es f¨¹r positiv sowie negativ geerdete Fahrzeuge, h?ufig f¨¹r 12-Volt-Bordnetze. Andere Klassiker haben noch ein 6-Volt-Bordnetz und brauchen dementsprechend auch eine 6-Volt-Anlage.

Bei Fahrzeugen mit einer 12-Volt-Anlage, egal ob mit positiver oder negativer Polarit?t, eignet sich die Universalwarnblinkanlage aus unserem Sortiment an Fahrzeugelektrik. F¨¹r Klassiker, die bereits mit einem Blinker-Trennrelais ausgestattet sind, gibt es Warnblinkanlagen, die darauf ausgelegt sind.

  • Fahrzeuge mit kombinierten Blink-/Bremsleuchten (nur eine Gl¨¹hlampe pro Seite) haben R¨¹ckleuchten, die von einem Kontrollrelais gesteuert werden. Deshalb sollte die Warnblinkanlage direkt am Kontrollrelais angeschlossen werden. Gegebenenfalls k?nnen Sie die Kabel verl?ngern.
  • Bei Fahrzeugen mit getrennten Blink- und Bremsleuchten (je ein Bremslicht und je ein Blinklicht pro Seite) wird die Warnblinkanalage am besten nahe des Blinkerschalters an beide Blinkerstromkreise angeschlossen.

Achtung: Hier sollten sich jedoch nur diejenigen ans Werk machen, die Ahnung von der Materie haben. Denn bereits kleinste Fehler k?nnen schnell zu Br?nden f¨¹hren. Und Sie m?chten doch weder sich noch Ihr Liebhaberfahrzeug unn?tig in Gefahr bringen?

Warnblinkanlage: Einbau im Klassiker

Bauen Sie die Warnblinkanlage so angepasst wie m?glich ein und halten Sie sich an die technischen Vorgaben. Der Bedienknopf der Warnblinkanalage muss rot beleuchtet sein und auch mitblinken. Auch muss dieser im Sichtfeld des Fahrers installiert werden. Hier bieten sich einige M?glichkeiten:

  • Viele Fahrzeuge haben ungenutzte L?cher, Aussparungen oder Schalter im Armaturenbrett oder rund um das Cockpit. Nutzen Sie vorhandene Bohrungen f¨¹r den Einbau.
  • Alternativ gibt es kleine Konsolen und Geh?use, die sich mit Blechschrauben von unten an den Armaturentr?ger montieren lassen. So l?sst sich die Warnblinkanlage sauber und professionell montieren.
  • Oft findet sich auch in der Mittelkonsole etwas Platz, oder man verbaut die Warnblinkanlage anstelle des heute kaum noch benutzten Zigarrettenanz¨¹nders.

Warnblinkanlage: Anschluss am Klassiker

Nach der Montage an geeignetem Ort erfolgt der elektrische Anschluss. Etwas Erfahrung im Umgang mit KFZ-Elektrik ist hilfreich. Folgen Sie der Anleitung Schritt f¨¹r Schritt und beachten Sie unbedingt die unterschiedlichen Farbcodierungen der Elektrik. Pr¨¹fen Sie auch die Durchg?nge. Hier eine grobe ?bersicht zu den Schritten:

  1. Klemmen Sie die Autobatterie ab bzw. stellen Sie den Batteriehauptschalter auf ?off¡°. Immer die Masse zuerst.
  2. Zun?chst versorgen Sie die Anlage mit Strom. Sie ben?tigen Klemme 30 (abgesichert) und Masse.
  3. Dann schaffen Sie die Verbindung zum rechten und linken Blinkerkreis. Wenn Sie beim Einbau der Warnblinkanlage auf eine bereits ge?nderte, nicht mehr serienm??ige elektrische Anlage treffen, ist es keine Schande, den Einbau in professionelle H?nde weiterzugeben.
  4. Klemmen Sie die Batterie wieder an und pr¨¹fen Sie Blinker und Warnblinkanalage auf ihre Funktion.

F¨¹r viele Fahrzeuge gibt es erweiterte Kabelb?ume, in die die nicht serienm??ige Warnblinkanlage fertig verkabelt, eingebaut werden kann.  Wenn im Rahmen einer Restaurierung der Kabelbaum ohnehin zu Erneuerung ansteht, ist dies eine sehr komfortable L?sung. Fragen Sie unsere Fachberater.

Warnblinkanlage nachr¨¹sten: Werkzeug

Wenn Sie bei Ihrem Klassiker die Warnblinkanlage nachr¨¹sten m¨¹ssen, dann brauchen Sie daf¨¹r das passende Werkzeug, handwerkliches Geschick und Wissen ¨¹ber die KFZ Elektrik, die in Ihrem Klassiker verbaut ist. Eine Warnblinkanlage kann bei entsprechendem Hintergrundwissen selbst eingebaut werden, wir empfehlen Ihnen, sich an daf¨¹r an unsere detaillierte Anleitung zu halten.


Standardwerkzeug f¨¹r Arbeiten an der elektrischen Anlage brauchen Sie f¨¹r den Einbau, allerdings kein Spezialwerkzeug.

Fazit

Als stolzer Besitzer eines Klassikers m?chten Sie mit Sicherheit keine Ma?nahmen ergreifen, die das Fahrzeug den Status als Oldtimer kosten. Selbst wenn es heute kaum noch vorkommt: Der Einbau einer Warnblinkanlage ist gl¨¹cklicherweise ein minimaler Eingriff in die optische Authentizit?t, aber ein maximaler Beitrag zur Verkehrssicherheit und -tauglichkeit des Fahrzeugs. Mit Erfahrung und Geschick bauen Sie selbst den Warnblinker ein und kommen so Ihrer Pflicht nach.

FAQ

Hier finden Sie Antworten auf h?ufige Fragen der Community rund um die Warnblinkanlage.

Ist das Nachr¨¹sten der Warnblinkanlage Pflicht?

Ja. Der Warnblinker geh?rt neben dem Diebstahlschutz zu den Pflichtnachr¨¹stungen. In seltenen Ausnahmef?llen k?nnen Sie ein Gutachten in Auftrag geben, das Sie von der Pflicht befreit, sollte der Einbau technisch nicht durchf¨¹hrbar sein.

Kann ich die Warnblinkanlage selbst einbauen?

Ja, das k?nnen Sie. Voraussetzung ist Know-how rund um die elektrische Anlage in Ihrem Klassiker, au?erdem brauchen Sie geeignetes Werkzeug und Geschick.

Wie viel kostet das Nachr¨¹sten der Warnblinkanlage im Schnitt?

Nicht alle Warnblink-Module kosten gleich viel, aber im Schnitt k?nnen Sie mit Materialkosten von ca. 100 bis 200 Euro rechnen. Sollten Sie die Dienste einer Fachwerkstatt in Anspruch nehmen, m¨¹ssen Sie mit h?heren Betr?gen rechnen, je nach Zeitaufwand. Die Montagedauer liegt zwischen zwei und f¨¹nf Stunden, je nachdem, ob Komplikationen auftreten etc.

Welche Nachr¨¹stungen sind keine Pflicht, aber sinnvoll?

F¨¹r erstmals und frisch importierte Fahrzeuge sind in der Regel eine Vielzahl an Umr¨¹stungen erforderlich, die zum Teil sehr aufwendig sein k?nnen. Informieren Sie sich vor dem Kauf ¨¹ber m?gliche Umr¨¹stungspflichten f¨¹r Scheinwerfer, Verglasung, Leuchtmittel, Brems- und Klimaanlage. Im Anschluss an diese f¨¹r die technische Abnahme unabdingbaren Nachr¨¹stungen empfehlen wir immer einen Blick auf den n?chstwichtigsten Punkt, die Sicherheitsausstattung.

Kann ich moderne Elektronik einbauen?

Nat¨¹rlich k?nnen Sie elektronische Bauteile bei der Nachr¨¹stung der Warnblinkanlage verwenden. Verstecken Sie deren oft unpassende Optik im Geh?use eines alten Blinkrelais, sodass die Optik des Klassikers nicht gest?rt wird. Achten Sie darauf, dass die elektronischen Relais mit den zu schaltenden Str?men klarkommen und vermeiden Sie zu geringe Kabelquerschnitte. Bei Oldtimer-Enthusiasten sind elektronische L?sungen aufgrund der vielen Einschr?nkungen oftmals nicht gern gesehen.